Nénuvar ist eine europäische Forschungsplattform an der deutsch-französischen Grenze, vis à vis Strasbourg. Sie wurde von europäischen Technologieunternehmen an dem Knotenpunkt der Hauptverkehrsachsen der beiden Länder gegründet, um die Energie-, Daten- und Mobilitäts-Strategien weiterzuentwickeln und zu testen. Der Roman beschreibt die Entwicklung der Plattform zu einer Stadt und das moderne Leben und Arbeiten darin.

Spielplatz

Die Stadt ist ein privatwirtschaftliches Unternehmen und kein öffentlicher Raum, in dem städtischen Sinne, den wir kennen. Es haben sich auf den knappen zwei Quadratkilometern die ehrgeizigen Unternehmen versammelt, die Europa durch das kommende Jahrhundert treiben wollen. Die Unternehmer gehen davon aus, dass Nénuvar, mit den Plänen, die bereits jetzt vorliegen, das dichteste und heißeste Fleckchen in der ganzen Union werden wird – das Target Nr. 1, sollte irgendwer mit internationalem Rang und Dachschaden auf die Idee kommen, uns schaden oder stören zu wollen. Sie haben das französische und das deutsche Militär eingeladen: Sie bräuchten die europäische Sicherheitsstrategie ja selbstredend, und die Hälfte all ihrer Datendienstleister, Hard- und  Softwarezulieferer säßen bereits in den Plänen der Stadt oder sogar schon am Start.